Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis

Hersteller und Importeure müssen folgende produzierte oder importierte Stoffe - innerhalb eines Monats nach ihrem Inverkehrbringen - in das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA melden:

  • Gefährliche Stoffe im Geltungsbereich der CLP-Verordnung – unabhängig von der Menge
  • Unter REACH registrierungspflichtige Stoffe 
    Wurde der Stoff allerdings bereits registriert, ist eine Meldung des Registranten nicht mehr erforderlich, da die entsprechenden Informationen der Agentur bereits vorliegen.
  • Stoffe in importierten Gemischen, wenn das Gemisch aufgrund dieses Stoffes als gefährlich eingestuft wird - unabhängig von der Menge
  • Stoffe in importierten Erzeugnissen, wenn diese Stoffe registrierungspflichtig sind

 

Hersteller und Importeure können als Gruppe eine Meldung machen. Für die kostenlose Meldung eines Stoffes in das Verzeichnis sind folgende Angaben notwendig, sofern sie nicht schon als Teil der Registrierung übermittelt wurden:

  • Identität des Herstellers oder Importeurs
  • Stoffidentität
  • Einstufung und Kennzeichnung
  • falls zutreffend: Begründung für das Fehlen der Einstufung in einer oder mehreren Gefahrenklassen
  • gegebenenfalls spezifische Konzentrationsgrenzwerte oder M-Faktoren 

Zugriff zum Online-Verzeichnis

Die öffentliche Version des Verzeichnisses ist in Form einer Online-Datenbank verfügbar. In diesem Einstufungs- und Kennzeichnungs-Verzeichnis finden sich

  • harmonisierte Einstufungen nach Anhang VI der CLP-VO
  • aus Registrierungsdossiers extrahierte Einstufungen    
  • die gemeldeten Selbsteinstufungen

 

Lediglich die harmonisierten Einstufungen sind verbindlich. Die Selbsteinstufungen sind Angaben der Unternehmen und wurden von der ECHA weder kontrolliert noch wurden Fehler bereinigt.

 

Nachgeschalteten Anwendern können Selbsteinstufungen lediglich als Anhaltspunkt dienen. Für die Einstufung von Gemischen empfiehlt sich, auf die Angaben des Lieferanten zurück zu greifen (Kennzeichnungsetikett oder Sicherheitsdatenblatt).

E&K-Plattform

Da es nun in der Datenbank für den gleichen Stoff oftmals unterschiedliche Einstufungen gibt, hat die ECHA eine freiwillige IT-Plattform etabliert, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Meldern zu erleichtern. So sollen die Unternehmen längerfristig zu einer einheitlichen Einstufung und Kennzeichnung gelangen.

© Quelle: ECHA Aufschlüsselung nach Ländern

Meldungen ins E&K-Verzeichnis von 1. Jänner 2009 bis 3. Jänner 2011

 

Stoffe, die sich am 1. Dezember 2010 auf dem europäischen Markt befanden, mussten bis 3. Jänner 2011 gemeldet werden. Mit über 3 Millionen Meldungen wurden 107.067 Stoffe auf diesem Wege erfasst.

 

58.970 Meldungen wurden von österreichischen Unternehmen übermittelt, das sind etwa 2% der insgesamt gemeldeten Dossiers. 

Letzte Änderung: 22.03.2016