REACH-Gebühren

Die Gebühren, die für die Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien nach der REACH-Verordnung zu entrichten sind, wurden von der Kommission festgelegt und im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

Wann und wofür?

 

Die Gebühren werden im Wesentlichen für die Einreichung oder Aktualisierung von Registrierungsdossiers sowie für die Einreichung von Zulassungsanträgen und Überprüfungsberichten erhoben. Gebührenpflichtig sind ferner Mitteilungen produkt- und verfahrensorientierter Forschung und Entwicklung, bestimmte Anträge auf Geheimhaltung und Widersprüche gegen Entscheidungen der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) in Helsinki.

Wie hoch?

 

Die Höhe der Registrierungsgebühr ist abhängig von der Menge, die jährlich von dem betreffenden Stoff hergestellt oder in die EU eingeführt wird: Die Grundgebühr für die Registrierung von Mengen von 1-10 t/Jahr beträgt beispielsweise 1.714 €, jene für Stoffe in Mengen von über 1000 t/Jahr liegt bei 33.201 €. Reichen mehrere Unternehmen gemeinsam eine Registrierung ein, reduziert sich die Gebühr um 25%.

 

Ausnahme

 

Für die Registrierung von Stoffen in Mengen zwischen 1 und 10 Tonnen pro Jahr muss nichts bezahlt werden, vorausgesetzt das Registrierungsdossier ist vollständig (d.h. es enthält alle Informationen nach Anhang VII).

 

Ermäßigungen für kleine und mittlere Unternehmen

 

Um die Belastung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu begrenzen, sind die Gebührensätze nach Unternehmensgröße gestaffelt. Es gelten folgende Ermäßigungen:

  • 35 % für mittlere Unternehmen,
  • 65 % für Kleinunternehmen,
  • 95 % für Kleinstunternehmen.

 

Für die Registrierung von Zwischenprodukten gilt ebenso eine ermäßigte Gebühr.

 

Zu zahlen ist die Gebühr an die ECHA, die für die Abwicklung der Verfahren zuständig ist.

Infobox

Gebührenverordnung

Gebührenverordnung

Letzte Änderung: 03.09.2013